DIE KURANSTALT SCHÖNECK – WIE EIN BEDEUTENDES DENKMAL FÜR IMMER VERSCHWAND
Im Referat am Samstag wird eine verschwundene Welt sichtbar: Emmetten um 1900 war geprägt von einem aussergewöhnlichen Nebeneinander. Während der Sommermonate trafen internationale Kurgäste – darunter Persönlichkeiten aus Adel und Kultur – auf die einheimische Bevölkerung, deren Alltag von harter Arbeit in der Holz- und Milchwirtschaft bestimmt war.
Im Zentrum steht die Kuranstalt Schöneck, deren Geschichte 1864 begann und die sich zu einer bedeutenden Kuranlage entwickelte. Unter der Leitung engagierter Besitzer erlebte sie ihre Blütezeit und prägte das Dorfleben nachhaltig. Doch dieses Kapitel fand ein abruptes Ende: Nach dem Konkurs 1933 verschwand die Anlage vollständig aus dem Ortsbild.
Das gesamte Areal wurde später abgerissen – in einer Zeit, in der der Jugendstil noch nicht als erhaltenswertes Kulturgut anerkannt war. Selbst auf kantonaler Ebene fehlte das Bewusstsein für den Wert dieser Architektur. So ging ein bedeutendes Denkmal unwiederbringlich verloren.
Das Referat zeigt eindrücklich, wie sich der Umgang mit Kulturerbe verändert hat – und welche Verluste daraus entstanden sind.
Quoi et quand
Referat, Vortrag
Sa, 12.09.2026 13:30 - 14:30
Pas de réservation requise.
Lieu et arrivée
Ab Bushaltestelle «Post, Emmetten» 2 Min. Fussweg
Horaire CFF