LICHT, FEUER UND ZERFALL – DIE VERBORGENEN GEFAHREN DES KINOS
Wenn es ums Kino geht, kann man viele Gefahren ausmachen. Schon in der Frühzeit des Kinos wurden Bedenken geäussert, dass der Konsum von Filmen zur Sittenverrohung führen könnte. Ausserdem ist es dunkel im Kinosaal und es liess sich nicht kontrollieren, was die Besucherinnen und Besucher im Schutz der Dunkelheit alles anstellten!
Gefährlich war lange Zeit auch das Filmmaterial selbst. Sogar im heutigen digitalen Zeitalter wissen die meisten Leute noch von der Gefährlichkeit des brennbaren Celluloïds, dem Nitrofilm, der noch bis in die 1950er-Jahre Anwendung fand. Archive bewahren diese Filmrollen noch heute. Sie müssen identifiziert und unter hohen Sicherheitsvorkehrungen gelagert werden. Ob Nitrofilm oder nicht, Film besteht zum grössten Teil aus Kunststoff und da besteht die Gefahr des Zerfalls und somit des Verlusts unseres Kulturgutes. Moderne Kunststoffe sind aufgrund ihrer Haltbarkeit ein Umweltproblem, sie halten der Zersetzung jahrhundertelang stand. Nicht so bei den frühen Kunststoffen auf Zellulosebasis, die als Filmträger eingesetzt wurden. Gekühlte Lager mit kontrollierter Luftfeuchtigkeit sind nötig, um die Lebensdauer unseres Kulturguts so weit wie möglich zu verlängern.
Die frühen Kinogängerinnen und Kinogänger waren zudem noch einer anderen Gefahr ausgesetzt. Diese versteckte sich im Lampenhaus. Das Generieren des für die Projektion nötigen, intensiven Lichtstrahls war im späten 19. Jahrhundert alles andere als einfach. Vor der Elektrifizierung unserer Gesellschaft musste ausreichend Licht mit anderen Methoden produziert werden. Das «Limelight» war die Lösung – jedoch nicht ganz ohne Gefahr ...
Quoi et quand
In Gefahr? Ausstellung und Demonstration
Di, 13.09.2026 17:00 - 20:00
Pas de réservation requise.
Lieu et arrivée
Ab Bahnhof Bern Bus 19 Blinzern oder Tram 9 Wabern bis Haltestelle Sulgenau; ab 20 Uhr Bus 30 ab Dampfzentrale nach Bern, Bahnhof
Horaire CFF