WANDERUNG VOM REBBERG ÜBER DEN BUNKER ZUM JAGDPAVILLON
Vreni Härdi, Co-Leitung Kantonale Denkmalpflege und Andres Scholl, Abteilungsleiter Natur und Wildtiere im Amt für Raum und Wald, begleiten Sie entlang teils historischer Verkehrswege zu drei aussagekräftigen Standorten in der Gemeinde Lutzenberg. Ausgangspunkt der Wanderung ist der Bahnhof Wienacht-Tobel. Entlang des diesjährigen Themas der Europäischen Tage des Denkmals stellen sich Fragen wie: Inwiefern sind die Objekte gefährdet? Unterwegs erwarten Sie mit Kurzinputs weitere Expertinnen und Experten, mit denen Sie anschliessend ins Gespräch kommen können. Abgerundet wird die Wanderung mit einem Apéro in der Dorfhalde. Ein Shuttlebus bringt Sie wieder zurück nach Wienacht-Tobel oder nach Heiden.
Rebberg
Unterhalb des Bahnhofs Wienacht-Tobel befindet sich ein grosser Rebberg. Steinmauern sichern den Rebberg gegen das Abrutschen. Selbst in Gefahr, wegzurutschen, wird ein Abschnitt der Mauer derzeit in Zusammenarbeit mit dem Amt für Raum und Wald saniert. Der Weinbau selbst steht einigen Herausforderungen gegenüber. Über Gefahren durch den Klimawandel erzählen Adrian und Kaspar Wetli von Wetli Weinbau AG Thal, die einen Teil des Rebberges bewirtschaftet.
Bunker
Gebaut zwischen 1939 und 1941 zur Verteidigung in der Gefahrensituation des Zweiten Weltkrieges ist der Bunker im Weiler Tobel Teil eines grossen Sperr-Riegels zwischen Staad und Lutzenberg. Er ist zweigeschossig, war aber nur für zwei Personen konzipiert. Besonders ist der hochgelegene Einstieg in der Stützmauer über der Strasse. Als militärisches Denkmal steht er heute unter Bundesschutz. Er kann nur von aussen besichtigt werden, da er seit mehr als 30 Jahren nicht mehr in Betrieb und zugeschweisst ist.
Jagdpavillon
In der Gupfe – an besonderer Lage mit Blick auf den Bodensee – errichteten Elisabeth und Georg Euler-Bänziger 1850 einen Jagdpavillon. Damit rundeten sie die Neugestaltung der Dorfhalde ab, wo sie eine Stickereifabrikation führten. Im Innenraum des Baus befinden sich Fresken des Basler Kunstmalers Albert Landerer, einem Freund der Auftraggebenden. Die Bilder stellen die Schlachten am Stoss und auf der Vögelinsegg dar. Heute als Kulturgut von regionaler Bedeutung gelistet, war der Jagdpavillon lange dem Verfall preisgegeben. Hinter der derzeitigen Instandstellung steht der Verein Pro Pavillon. Die Restauratorin Julia Tanner erläutert die aufwändigen Arbeiten an den Malereien und vom Zivilschutzoffizier Matthias Wäspi erfahren Sie, wie der Zivilschutz den Erhalt von Kulturgut unterstützt.
Quoi et quand
Geführte Wanderung mit Vreni Härdi und Andres Scholl. Mit anschliessendem Apéro
Sa, 12.09.2026 13:45 - 17:30
Réserver
- Réservation par email:
- anmeldung.denkmalpflege@clutterar.ch
Es können auch einzelne Programmpunkte besucht werden.
Shuttlebus: Dorfhalde 140, Lutzenberg nach Bahnhof Wienacht-Tobel: 13:30 Uhr, Wienacht-Tobel nach Dorfhalde 140, Lutzenberg: ca. 15:00 Uhr (für den Programmpunkt Jagdpavillon), Dorfhalde 140, Lutzenberg nach Heiden: 17:30 Uhr, Reservation für alle Fahrten bei der Anmeldung obligatorisch.
Änderungen des Programms bei Regen vorbehalten. Aktualisiertes Programm: https://ar.ch/verwaltung/departement-bildung-und-kultur/amt-fuer-kultur
Lieu et arrivée
Mit dem ÖV - von Heiden mit der Rorschach-Heiden-Bahn - von Thal mit dem Bus
Horaire CFF