Zahlreiche Plastiken aus Stein lassen erahnen, dass die Alemannengasse 44 über Jahrzehnte ein Ort der Kunst gewesen ist: Lorenz (1916–2004) und Helen Balmer (1924–2023) teilten sich diese Adresse seit den 1950er Jahren als Wohn- und Arbeitsort. Die französische Bildhauerin Germaine Richier in Paris hatte ihnen das genaue Schauen am lebenden Modell beigebracht. Beide hatten Teil an der Entwicklung der Schweizer Nachkriegskunst, die dem Material, dem Volumen und der Oberflächenbeschaffenheit von Stein oder Bronze einen hohen Eigenwert zugesteht. Das Haus zur Burg geht zurück auf den Architekten, Mathematiker und Gelehrten Johann Jakob Balmer-Rinck (1825–1898), später ging es an den Maler und Bildhauer Wilhelm Balmer über. Für ihn kam 1893 im Garten ein eigenes Atelierhaus hinzu. Durchgehend in Familienbesitz, bezeugt das aussergewöhnliche Ensemble von Wohnhaus, ehemaligem Pflanzenhaus und Atelier den sorgfältigen Umgang mit einem Stück Basler Kunst- und Kulturgeschichte.
Quoi et quand
Führungen durch Isabel Zürcher, Kunstwissenschaftlerin und Co-Autorin der Publikation «Helen Balmer. Zeichen stellen» (2020)
Sa, 12.09.2026 14:00 - 14:45
Sa, 12.09.2026 15:30 - 16:15
Réserver
Réservation externeLieu et arrivée
Bus 31, 34, 38 bis Haltestelle «Rosengartenweg», einige Minuten Fussweg
Horaire CFF